Dienstag, 21.11.2017

Berufsbildungszentrum Arroyo Guazu

 

- Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern der Ava Guarani in Ostparaguay,
- Ausbildung junger Ava Guarani in den Bereichen Gesundheitspflege und Landwirtschaft.

Betreuer: Roland Danner

Einheimische Partner: Paraguayische Provinz der Schwestern C.I.C., Asunción Indianermission Acaray Mi, Also Paraná

Dauer: 01.02.1999 – 30.09.2002 Verlängerungsantrag an das BMZ wird vorbereitet.

Kosten: Nach mehrmaliger Aufstockung beträgt der Kostenrahmen jetzt 172.142,00 Euro.

Ziele:
a) Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern der Ava Guarani in Ostparaguay,

b) Ausbildung junger Ava Guarani in den Bereichen Gesundheitspflege und Landwirtschaft

Im einzelnen: Dank mehr als zwanzigjähriger Hilfe durch die Steyler Mission und die IP sind die Ava Guarani (= Chiripá) Gemeinschaften im Osten Paraguays aus dem Gröbsten heraus. Ihre Ernährungsgrundlage ist gesichert. Die Chiripá können jetzt auch an Dinge denken, die nicht unmittelbar mit ihrer physischen Existenz zu tun haben. Anfang 1994 haben sich 25 der insgesamt etwa 40 Chiripá Gemeinschaften zur Vereinigung der Ava Guarani Gemeinschaften in Alto Paraná und Canendiyu zusammengeschlossen. Die Vereinigung bat die sie unterstützenden Missionare gleich nach der Gründung um Hilfe beim Aufbau einer Sekundarschule, die den besonderen Bedürfnissen, der Tradition und Kultur der Chiripá entspricht, dennoch aber vom paraguayischen Ministerium für Erziehung und Kultur anerkannt wird.

Nach langer Vorarbeit, bei der auch die IP eingeschaltet war, entschlossen sich die Chiripá im Jahre 1996, ohne Hilfe von außen eine Sekundarschule aufzubauen, und zwar als eine Einrichtung, mit der gewissermaßen modellartig das den Ureinwohnern Paraguays durch die Nationale Verfassung garantierte Recht auf eine eigenständige indianische Erziehung und Bildung verwirklich werden soll. Am 7.11.1996 hat das Paraguayische Ministerium für Unterricht und Kultus zu diesem Vorhaben mit der Resolution Nr. 3380 seine Genehmigung erteilt. mDie Chiripá hatten zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Schulgebäude aus eigener Kraft errichtet.

Im Zusammenwirken mit der Vereinigung der Ava Guarani Gemeinschaften haben die Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis (C.I.C.) die unmittelbare Verantwortung für Aufbau und Betrieb der Schule übernommen. Es zeigte sich freilich bald, dass ganz ohne Hilfe von außen das Ziel doch nicht erreicht werden kann. Seit Anfang 1999 läuft nun das vom BMZ und der Niedersächsischen Lottostiftung mitfinanzierte Projekt Berufsausbildungszentrum Arroyo Guazú. Zielgruppe ist jetzt das gesamte Volk der Ava Guarani. Ziel ist die Ausbildung von

* Lehrerinnen und Lehrern,
* Landwirten und
* Gesundheitshelfern 

Im Jahre 2001 ist auch die Ausbildung in Holzverarbeitung, Textilbearbeitung und Bienenhaltung begonnen worden.

Für den Betrieb des Berufsausbildungszentrums Arroyo Guazú sind folgende Gebäude errichtet worden:

* ein Unterrichtsgebäude,
* ein Kantinengebäude,
* ein Gebäude mit zwei Waschräumen und Toiletten,
* ein Internatsgebäude,
* eine kleine Bibliothek,
* eine Hausmeisterwohnung und
* eine Werkstatt 

Weit über seine eigentliche Aufgabe hinaus hat sich das Berufsausbildungszentrum zu einem Mittelpunkt der Lehrerausbildung für das Volk der Chiripá entwickelt. Im Zentrum finden Treffen der Chiripá Lehrer statt. Hier wurde auch eine Vereinigung der Chiripá Lehrer gegründet. Seit 2001 gibt es eine Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Universität Ciudad del Este.

Die erheblichen Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung des Zentrums sollen durch den Bau eines artesischen Brunnens behoben werden.


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Unterricht im Berufsausbildungszentrum Arroyo Guazu.


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Berufsausbildungszentrum, Bau der Werkstatt

 

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