Dienstag, 21.11.2017

Bevölkerung

Knapp 90 Prozent der Bevölkerung sind Paraguayer, in der Mehrzahl Mestizen, die aus der im wesentlichen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert erfolgten Verbindung von Guaraní-Indianerinnen mit spanischen Einwanderern hervorgegangen sind. Sporadisch, insbesondere Anfang des 20. Jahrhunderts, kam es zu Einwanderungsschüben aus Europa, sowie aus den Nachbarländern Brasilien und Argentinien. Es gibt regional bedeutende Minderheiten von Europäern und indigenen Völkern, unter denen die Guaraní die bedeutendste Gruppe sind. Ihre Sprache (Guaraní), die auch von 80 Prozent der nicht indigenen Bevölkerung gesprochen wird, hat laut der Verfassung von 1992 neben Spanisch offiziellen Status. Heute zählt man vier Stämme zur Guarani-Tupi-Gruppe: Die Ava-Guarani, die Pa'i tavyterä (Caiuá), die Mby'a und die Aché. Die vergleichsweise wenigen schwarzafrikanischen Sklaven, die nach Paraguay kamen, sind heute mittlerweile fast völlig mit den übrigen Bevölkerungsgruppen vermischt.

Es gibt 1000 bis 1200 Aché-Indianer im subtropischen Osten. Sie gelten als Nachkommen der einstigen Urbevölkerung Ostparaguays. Um 500 v. Chr. wanderten Guarani-Gruppen aus dem Amazonasgebiet ein, besetzten die an den Flussniederungen liegenden Gebiete, legten dort ihre Pflanzungen an und verdrängten die Vorfahren der Aché in die höher gelegenen Waldgebiete.

 (Wikipedia)

Wichtige Städte

Paraguays größte und wichtigste Stadt ist die Hauptstadt Asunción mit etwa einer Million Einwohner im Ballungsraum, das Zentrum von Verwaltung, Industrie und Handel. Zweitgrößte Stadt ist Ciudad del Este (239.500 Einwohner) nahe der Grenze zu Brasilien und Argentinien, eine schnell wachsende Stadt, die als Einkaufs- und Handelszentrum, aber auch als Metropole des Schmuggels bekannt ist. Weitere wichtige Städte sind Pedro Juan Caballero (etwa 65.000 Einwohner) im Nordosten und Encarnación am Río Paraná. Eine der schönsten Städte ist Concepción mit ca. 50.000 Einwohnern 200 km nördlich von Asunción am Rio Paraguay gelegen, in der sich bis heute der Charme des frühen 19. Jahrhunderts erhalten hat.

In der Cordillera, dem 3. Bundesland Paraguays sind zwei erwähnenswerte, kleinere Städte. Da ist zum einen Caacupé, ca. 50 km östlich von Asunción, wo jährlich am 8. Dezember das Fest der Jungfrau von Caacupé mit mehr als 2 Millionen Menschen gefeiert wird. Zum anderen ist die Nachbarstadt Eusebio Ayala durch ihre Geschichte bedeutsam. Diese historische Schul- und Universitätsstadt ist mit ihren 22.000 Einwohnern einer der geschichtlich wichtigsten Orte Paraguays. Hier fand eine vernichtende Schlacht im Tripel-Allianz-Krieg (1865-1870) statt, bei der 20.000 Soldaten mehr als 3500 paraguayische Kinder, die als Soldaten mit Bärten verkleidet waren, ermordeten. Der am 16. August jährlich stattfindende Aufmarsch von Schulkindern aus dem ganzen Land und die Gedenkstätte am Cerro Gloria erinnern noch heute daran, jegliche Akte von Unmenschlichkeit zu unterlassen.

 (Wikipedia)

Aktuelles

22.02.2015 17:52

Firmlinge spenden für indigene Kinder in Paraguay

Bei der Vorbereitung auf die Firmung in der Pfarrgemeinde St. Marien in Mellendorf werden indianische Kinder im Osten Paraguay unterstützt.
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12.12.2014 17:45

Ministerbesuch aus Paraguay bei Indianerhilfe in Paraguay e. V.

Der Vizeminister für Bildung und Kultur der Republik Paraguay, Dr. Gerardo Gómez Morales, stattete am 24.November 2014 dem Verein Indianerhilfe in Paraguay e.V. einen Besuch ab. Mitglieder des Vereins und Pfarrer Lütge als Hausherr begrüßten den Gast im Karl Heine Haus der Pfarrgemeinde St Marien, Mellendorf.
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18.08.2013 09:59

Hungrig auf Bildung 2. Veranstaltung

Wir laden Sie herzlich ein sich über das erfolgreiche Projekt "Hungrig auf Bildung" zu informieren. Die zwei Veranstaltungen zu diesem Thema finden am 29. August 2013 und 31. August 2013 statt.
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